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»Die Klimakrise ist Ausdruck der Demokratiekrise«

10.09.19

Seit Beginn des Jahres ist die »Fridays for Future«-Bewegung mit ihrem Appell nach mehr Klimaschutz ins öffentliche Bewusstsein eingedrungen. Viele Umweltstiftungen engagieren sich seit Jahren für einen umweltbewussteren Umgang mit unseren Ressourcen, da der Umgang heute direkte Auswirkungen auf das Leben von kommenden Generationen morgen hat.

In einem Interview mit dem Bundesverband Deutscher Stiftungen spricht Dorothee Vogt, Programmleiterin des Bereichs Wirtschaft & Demokratie der Schöpflin Stiftung, darüber, warum Klimaschutz auch für Stiftungen ein Thema sein sollte, die sich nicht primär für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen engagieren. Für sie ist die Klimakrise nur Ausdruck eines viel grundsätzlicheren Problems, nämlich der Demokratiekrise: Wenn es die Politik in den letzten Jahrzehnten nicht geschafft hat, im Sinne des Gemeinwohls für gegenwärtige und künftige Generationen zu agieren, dann ist die Klimakrise nur das aktuell stärkste Symptom des Versagens.

Stiftungen könnten aber gerade von der Jugendbewegung lernen, sagt sie, denn die jugendlichen Aktivist*innen zeigen mit ihrem unkonventionellen Engagement, dass die bisherigen strengen Strategien zu langsam sind, um die Probleme in einer sich rasant verändernden Welt anzugehen. Wenn Stiftungen gesellschaftlich relevant und Teil der Lösung zum Klimaschutz sein wollen, »müssen wir beweglicher werden«.

Die Schöpflin Stiftung ist zwar keine Umweltstiftung, dennoch arbeiten wir im Rahmen unserer fünf Programmbereiche an den grundsätzlicheren Herausforderungen, die kommende Generationen beschäftigen werden. In diesem Jahr widmet sich beispielsweise das Projekt »Zukunftsforum« dem Thema »Lörrach kann Klima!«. Gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern am Stiftungsstandort Lörrach, erarbeitet die Stiftung seit dem Frühjahr 2019 Projekte, um die Stadt Lörrach klimafit zu machen. Die Projekte werden im Rahmen des Zukunftstags am 15. Oktober der Öffentlichkeit präsentiert.

Das ausführliche Interview mit dem Bundesverband Deutscher Stiftungen können Sie hier nachlesen.

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