Wirtschaft & Demokratie



Global von einer ausbeuterischen, wachstumsfixierten Wirtschaftsform zu einer regenerativen Art des Wirtschaftens zu wechseln, ist die Herausforderung unserer Zeit. In der Tatsache, dass Konzerne Macht akkumulieren und häufig missbrauchen kristallisiert sich, was an unserem Wirtschaftssystem falsch und unhaltbar ist. Wir wollen daher multinationale Konzerne dem Gemeinwohl verpflichten. Wir möchten auch kooperativen und co-kreativen Wirtschaftsformen, die ökologischem und sozialem Wohlergehen dienen, zum systemverändernden Durchbruch verhelfen. Gleichzeitig gilt es, Wirtschaftspolitik und Politik allgemein, besser zu gestalten – und dazu müssen wir unsere Demokratie weiterentwickeln, in Deutschland und in Europa.

Deshalb fördern wir Organisationen, die an diesen Zielen mit konkreten Projekten arbeiten, sich an politischen Brennpunkten bewegen und situativ effektive Hebel ansetzen.



Förderpartner & Projekte

Demokratie weiterentwickeln

Förderpartner seit

2019

Aktuelle Fördersumme p.a.

130.000 €

Standort

Berlin

Webseite

algorithmwatch.org

Co-Förderer

Bertelsmann Stiftung
Civitates
Hans-Böckler-Stiftung
Mozilla
Open Society Foundations
VolkswagenStiftung

Was macht AlgorithmWatch?

Als Forschungs- und Advocacy-Organisation untersucht AlgorithmWatch algorithmische Entscheidungssysteme (Automated Decision-Making, ADM), die u. a. von Unternehmen und dem Staat genutzt werden, z. B. bei Bonitätsprüfung, Bewerber*innenauswahl oder der Visumsvergabe. AlgorithmWatch engagiert sich dafür, dass solche automatisierten Entscheidungssysteme zum Wohle von Individuum und Gesellschaft eingesetzt werden.

Warum fördern wir AlgorithmWatch?

Die Aufmerksamkeit, die AlgorithmWatch in der Öffentlichkeit, bei Politik und Unternehmen erfährt, spricht für sich: Es besteht ein großer Bedarf, den Einsatz von Systemen automatisierter Entscheidungsfindung kritisch zu begleiten und eine Grundlage für demokratische Auseinandersetzung zu schaffen. AlgorithmWatch arbeitet mit der richtigen Mischung aus Technologie, Regulierung und geeigneten Aufsichtsinstitutionen.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

AlgorithmWatch analysiert die Auswirkungen algorithmischer Systeme auf menschliches Verhalten und zeigt ethische Konflikte auf. Essentiell für die nachhaltige Verankerung und Wirkung ist auch die Advocacy-Arbeit, die Journalist*innen, Entscheider*innen in Politik und Unternehmen, aber auch einer breiten Öffentlichkeit die Ziele klar und wirksam vermittelt. In dieser wichtigen Aufklärungsarbeit möchten wir AlgorithmWatch unterstützen.

Förderpartner seit

2019

Aktuelle Fördersumme p.a.

100.000 €

Standort

Bonn

Der Förderfonds Demokratie ist eine Gemeinschaftsinitiative von:

Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.

Bertelsmann Stiftung

Deutsche Telekom Stiftung

Gerda Henkel Stiftung

Körber Stiftung

Robert Bosch Stiftung

Schöpflin Stiftung

Stiftung Mercator

Webseite

foerderfonds-demokratie.de

Was ist der Förderfonds Demokratie?

Der Förderfonds Demokratie ist eine Gemeinschaftsinitiative von 8 deutschen Stiftungen, zu der auch die Schöpflin Stiftung gehört.

Für den Förderfonds Demokratie können sich zivilgesellschaftliche Demokratie-Initiativen aus dem gesamten Bundesgebiet bewerben.

Die Stiftung Mitarbeit ist die operative Trägerin der Initiative. Sie unterstützt mit ihrer Arbeit seit vielen Jahren die Demokratieentwicklung von unten und stärkt die politische Teilhabe und das bürgerschaftliche Engagement von allen Menschen, die in Deutschland leben. 

Warum unterstützen wir den Förderfonds Demokratie?

Die aktuell beobachtbare Verachtung für demokratische Werte, die polemische Ausgrenzung von Minderheiten, der manipulative Umgang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, Demokratiemüdigkeit und Geschichtsvergessenheit beschäftigen und beunruhigen viele Stiftungen in Deutschland und diejenigen, die ihre Arbeit prägen.  Als konkreten Ausdruck der Sorge um die Entwicklung der Demokratie, vor allem aber als solidarische Ermutigung für die Menschen, die Demokratie tagtäglich im zivilgesellschaftlichen Kontext gestalten, haben wir den Förderfonds Demokratie mitgegründet, um Initiativen, Vereine und Akteure in ihrer Arbeit für die Gestaltung und Stärkung der Demokratie in Deutschland zu stärken.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

Neben der Anerkennung, die von der Bereitstellung der Fördersumme ausgehen soll, zielt das Vorhaben darauf, das breite und häufig scheinbar selbstverständliche Engagement vieler für die Demokratie sichtbar zu machen. Es sind Impulse und neue Ideen für die Fortentwicklung und Vitalisierung der Demokratie zu erwarten.

News

Foto: HateAid

Förderpartner seit

2019

Aktuelle Fördersumme p.a.

80.000 €

Standort

Berlin

Webseite

hateaid.org

Co-Förderer

Campact e.V.

Was macht HateAid?

HateAid unterstützt Betroffene von digitaler Gewalt und schützt damit unsere Demokratie im digitalen Zeitalter. Angst vor Hass und Hetze bringt Menschen systematisch dazu, sich aus den Debatten im Netz zurückzuziehen. Die Betroffenenberatung stärkt Angegriffene emotional, sicherheitstechnisch und kommunikativ. Als Finanzierer von zivilrechtlichen Prozessen unterstützt HateAid u. a. die Rechtsdurchsetzung.

Warum fördern wir HateAid?

HateAid will den digitalen Raum zu einem sicheren Ort für den demokratischen Willensbildungsprozess entwickeln, in dem Menschen sich respektvoll und auf Augenhöhe miteinander austauschen können. HateAid klärt über die gesamtgesellschaftlichen Gefahren für Demokratie und Meinungsfreiheit durch Hass im Netz auf, arbeitet mit staatlichen Akteuren zusammen und hilft Betroffenen in Extremsituationen.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

Gemeinsam wollen wir erreichen, dass die Konzerne, die hinter den Social-Media-Plattformen stehen und die Politik und Verwaltung in Deutschland ihre Verantwortung gegenüber unserer Demokratie und im speziellen den Betroffenen von digitaler Gewalt wahrnehmen.

Foto: Mehr Demokratie e.V.

Förderpartnerin seit

2015

Aktuelle Fördersumme p.a.

50.000 €

Standort

Bundesbüro in Berlin, 14 Landesverbände

Webseite

mehr-demokratie.de

buergerrat.de

Was macht Mehr Demokratie?

Mehr Demokratie e.V. ist weltweit die größte NGO für direkte Demokratie. Nach dem Motto »Wenn wir aufhören, die Demokratie zu entwickeln, fängt die Demokratie an aufzuhören« setzt sich die Organisation mit Kampagnen u.a. ein für die Einführung von Volksentscheiden auf allen Ebenen (kommunal, Land, Bund), Reformen des Wahlrechts und des Parlamentarismus, die Demokratisierung der EU und die Stärkung der Bürgerbeteiligung.

Warum fördern wir Mehr Demokratie?

Mehr Demokratie setzt sich seit Jahrzehnten erfolgreich für mehr Bürgerbeteiligung und direkte Demokratie ein. Der Verein befähigt seither hunderttausende von Menschen zur Mitgestaltung der Demokratie. Unsere Zusammenarbeit hat 2015 im Zusammenhang mit der Bürgeriniative gegen TTIP begonnen. Uns eint die Freude an Innovation und der Glaube an die Kraft der Bürgerinnen und Bürger. Aus dieser gemeinsamen Geschichte und Haltung heraus ist die Zusammenarbeit an dem Modellprojekt »Bürgerrat Demokratie« entstanden.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

Mit dem auf Bundesebene bisher einmaligen Projekt »Bürgerrat Demokratie« wollen wir in enger Anbindung an die Politik Vorschläge zur Stärkung und Weiterentwicklung unserer Demokratie erarbeiten. Inspiriert von den guten Erfahrungen der  »Citizens' Assembly« in Irland, möchten wir auch in Deutschland Demokratiemüdigkeit durch die Beteiligung von Bürger*innen am politischen Entscheidungsprozess entgegenwirken. Seit 2019 unterstützt die Schöpflin Stiftung den »Bürgerrat Klimaschutz«, der eine von den Bürgerinnen und Bürgern mitgetragene Klimapolitik ausarbeiten wird.

News

Foto: More in Common Deutschland

Förderpartner seit

2020

Aktuelle Fördersumme p.a.

30.800 €

Standort

Berlin

Webseite

moreincommon.de

Was macht More in Common?

More in Common ist eine internationale Initiative, die sich der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts verpflichtet hat. Sie will einen Beitrag dazu leisten, Gesellschaft in ihrem Kern zu stärken und »wir gegen die«-Diskurse verhindern. More in Common arbeitet in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA und versucht länderübergreifend zu lernen.

Warum fördern wir More in Common?

Wir sind überzeugt, dass es neue gesellschaftliche Ansätze braucht, um auf die Herausforderung durch Populismus und Spaltung zu reagieren. More in Common arbeitet evidenzbasiert auf der Grundlage politischer Meinungsforschung und entwickelt gemeinsam mit Partner*innen gesamtgesellschaftliche Erzählungen, Strategien und Tools für die zivilgesellschaftliche Arbeit.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

More in Common hat 2019 die Studie »Die andere deutsche Teilung - Zustand und Zukunftsfähigkeit der deutschen Gesellschaft« veröffentlicht und dafür mehr als 4.000 Menschen in ganz Deutschland befragt. Gemeinsam wollen wir die Erkenntnisse in Werkzeuge für die gesellschaftliche Praxis umwandeln, damit möglichst viele Organisationen das Wissen in ihrer Arbeit anwenden/nutzen können.


Konzernmacht einhegen

Förderpartner seit

2018

Aktuelle Fördersumme p.a.

250.000 €

Standort

Berlin

Webseite

finanzwende.de

Co-Förderer

European Climate Foundation

Hans-Böckler-Stiftung

Stiftung Finanzwende

Was macht die Bürgerbewegung Finanzwende?

Die Bürgerbewegung Finanzwende e. V. baut ein Gegengewicht zur mächtigen Finanzlobby in Deutschland auf. Sie ist eine unabhängige Interessenvertretung für Bürgerinnen und Bürger. Durch Kampagnenarbeit, finanzpolitische Bildung und Verbraucherschutz kämpft sie für ein gemeinsames Ziel: Eine Finanzwende – damit die Märkte wieder den Menschen dienen.

Warum fördern wir die Bürgerbewegung Finanzwende?

Auf finanzpolitischer Ebene wird kaum noch diskutiert: Bürgerinnen und Bürger werden in Gesetzesinitiativen und Reformen gar nicht mehr eingebunden. Die Finanzlobby dominiert das Geschehen. Um eine politisch wirksame Gegenstimme im Interesse der Zivilgesellschaft gegen die derzeitige Finanzpolitik aufzubauen brauchen wir solide finanzielle und personelle Kapazitäten und einen langen Atem.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

Gemeinsam wollen wir es schaffen, dass die Bürgerbewegung Finanzwende sich zu einer weithin vernehmbaren Stimme entwickelt, die Politik mitgestaltet. Ziel unserer Zusammenarbeit ist auch, dass der Verein durch die Startfinanzierung seinen Bekanntheitsgrad steigert und eine große Zahl an Fördermitgliedern bindet, die langfristig die finanzielle Unabhängigkeit von Großspenden garantiert.

News

Foto: CEO

Förderpartner seit

2018

Aktuelle Fördersumme p.a.

70.000 €

Standort

Brüssel

Website

corporateeurope.org

Co-Förderer

Charles-Léopold Mayer Foundation,

Funders for Fair Trade,

JMG Foundation

Was macht Corporate Europe Observatory?

Das Corporate Europe Observatory (CEO) ist eine Recherche- und Kampagnengruppe, die den Einfluss von Unternehmen und ihren Lobbygruppen auf die Politik der EU aufdeckt und versucht, diesen Einfluss zurückzudrängen. CEO engagiert sich dafür, die Macht von Unternehmen in ihre Schranken zu weisen, damit soziale Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung ein Ende finden.

Warum fördern wir Corporate Europe Observatory?

Wir unterstützen das CEO seit 2015, weil es sorgfältige Untersuchungen durchführt und diese geschickt für politische Kampagnen einsetzt.  Das CEO hat hierbei beachtliche Erfolge erzielt und spielt eine zentrale Rolle in den europäischen NGO-Netzwerken. Von der Arbeit des CEO profitieren auch andere Organisationen, Politiker*innen und Journalist*innen.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

Mit dem Projekt »Challenging corporate capture of EU policy-making« möchten wir exzessiven Lobbyeinfluss auf die EU Institutionen insbesondere in den Bereichen Handels- und Klimapolitik aufdecken und darlegen, was er für Mensch und Umwelt bedeutet. Neben der Schaffung von Lobby-Transparenz zielen wir auf umfassende Regeln gegen die Vereinnahmung von Politik durch Wirtschaftsinteressen ab.

News
Förderpartner seit

2018

Aktuelle Fördersumme p.a.

100.000 €

Standort

Berlin

Webseite

ecchr.eu

Co-Förderer

Bertha Foundation

Oak Foundation

Open Society Foundations

Was macht das ECCHR?

Das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) e.V. nutzt das Recht, um gemeinsam mit nationalen und internationalen Partner*innen für eine solidarische Welt frei von Folter, Unterdrückung und Ausbeutung und für ein Ende der Straflosigkeit zu kämpfen. Im Rahmen seines Programms »Wirtschaft und Menschenrechte« tritt das ECCHR dafür ein, dass Menschenrechtsverletzungen durch europäische Unternehmen im Ausland auch in nationalen und europäischen Foren juristisch aufgearbeitet werden.

Warum fördern wir das ECCHR?

Das ECCHR ist eine geachtete, international stark vernetzte Organisation, die sich insbesondere mit der juristischen Aufarbeitung von Völkerstraftaten einen Namen gemacht hat. Seine Arbeit zur Unternehmenshaftung in der globalen Wirtschaft passt gut ergänzend zu unserem bisherigen Engagement gegen die Ausweitung von Konzernmacht durch die EU Handels- und Investitionsabkommen.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

Wir unterstützen das ECCHR in seiner juristischen Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen durch westliche Unternehmen außerhalb Europas, um Betroffenen nachhaltig zu nutzen. Verschiedene hard- und soft-law Mechanismen werden eingesetzt, um durch spezifische Fälle menschenrechtswidrige Praktiken in Wirtschaftszweigen wie der Textilindustrie, der Wasserwirtschaft oder im Bergbau zu beenden.

Bild: foodwatch

Förderpartner seit

2018

Aktuelle Fördersumme p.a.

200.000 €

Standort

Berlin, Paris, Amsterdam

Webseite

foodwatch.org

Was macht foodwatch?

foodwatch e.V. stärkt das Recht der Verbraucher*innen auf ausreichende, sichere und gesunde Lebensmittel. Die Organisation macht Probleme des Lebensmittelmarktes öffentlich und mobilisiert Verbraucher*innen. Über effektive nationale und europäische Gesetze sollen politische Veränderungen erreicht werden, die sicherstellen, dass der Lebensmittelmarkt tatsächlich den Interessen der Verbraucher*innen dient.

Warum fördern wir foodwatch?

Wie foodwatch lehnen wir die Freihandelsabkommen TTIP und CETA ab – deshalb unterstützen wir seit 2015 die foodwatch-Kampagne gegen diese. Die strategisch kluge Kampagne klärt die Bevölkerung auf, schärft aber auch das Problembewusstsein bei Medien und Politiker*innen. Um diesen Ansatz im politischen Prozess weiterzuführen und Alternativen anzubieten, unterstützen wir foodwatch nun darin, sich europaweit noch stärker aufzustellen. 

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

Konzernpraktiken und politischen Maßnahmen, die Verbraucher- und Bürgerrechte sowie Menschenrechte schwächen oder ihnen entgegenstehen, wollen wir exemplarisch und mit Folgewirkung Einhalt gebieten. Dies soll auch der Stärkung der Demokratie dienen und die Mitarbeit an der Schaffung eines Europas der Bürger*innen fördern. 

News

Foto: Jakob Huber

Förderpartner seit

2018

Aktuelle Fördersumme p.a.

100.000 €

Standorte

Köln und Berlin

Webseite

lobbycontrol.de

Was macht LobbyControl?

LobbyControl e.V. klärt über Machtstrukturen und Einflussstrategien auf Politik und Öffentlichkeit in Deutschland und der EU auf. Wir setzen uns ein für Transparenz, eine demokratische Kontrolle und klare Schranken der Einflussnahme auf Politik und Öffentlichkeit. LobbyControl kombiniert Recherchen, Hintergrundanalysen und Kampagnenarbeit.

Warum fördern wir Lobby Control?

Der ungezügelte und finanzstarke Lobbyismus der Konzerne unterhöhlt die Demokratie. Während die großen Wirtschaftsunternehmen mit Lobbyist*innen in Berlin und Brüssel breit vertreten sind, haben Vertreter*innen der Zivilgesellschaft oder auch kleine Unternehmen häufig das Nachsehen. LobbyControl hat sich im Kampf für faire Bedingungen im Lobbyismus einen hervorragenden Ruf erarbeitet und wir arbeiten seit 2018 sehr erfolgreich zusammen.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

LobbyControl ist eine in der deutschen Zivilgesellschaft fest etablierte Organisation und finanziert die laufende Arbeit vor allem aus regelmäßigen Kleinspenden. Mit der Finanzierung der Schöpflin Stiftung kann die Organisation in die Weiterentwicklung und den Aufbau von Know-How in Zukunftsthemen, wie zum Beispiel dem Lobbyismus der Digitalkonzerne, investieren. Gemeinsam wollen wir erreichen, dass die Interessen des Gemeinwohls auch bei politischen Entscheidungen über Wirtschaftsinteressen immer gewahrt bleiben.

Förderpartner seit

2019

Aktuelle Fördersumme p.a.

280.100 €

Standort

Berlin

Webseite

gorki.de

Was macht das Maxim Gorki Theater?

Unter der Leitung von Shermin Langhoff versteht sich das Maxim Gorki Theater als ein Ort, an dem Konstruktionen von Nation, Identität und Zughörigkeit in Auseinandersetzung mit Geschichte und durch Aufzeigen translokaler Bezüge durch die Kunst des Theatermachens hinterfragt werden. Es soll ein Ort der Übergangsgesellschaft sein, der zur öffentlichen Debatte über unser Zusammenleben in Vielfalt einlädt.

Warum fördern wir das Maxim Gorki Theater?

Das Maxim Gorki Theater bekennt sich in der Themensetzung immer wieder klar zu der Verantwortung von Kunst im öffentlichen Diskurs, was gerade in Zeiten andauernder politischer und ökonomischer Krisen von großer gesellschaftlicher Relevanz ist. Ausgehend von Thilo Bodes Buch »Die Diktatur der Konzerne« widmet sich das Maxim Gorki Theater in der Spielzeit 2020/21 schwerpunktmäßig mit drei Projekten und begleitenden Diskussionen der kritischen Reflexion der Macht der Konzerne.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

Außergewöhnliche Blicke auf das Zusammenleben und Räume für Reflexion innerhalb des Zusammenlebens sind rar und doch wesentlich für einen zukunftsgerichteten und offenen gesellschaftlichen Diskurs. Die Schöpflin Stiftung und das Maxim Gorki Theater treffen sich in dem Anliegen, kritisches Denken zur Stärkung demokratischer Prozesse zu befördern, um immer wieder zu fragen: In welcher Gesellschaft wollen wir leben?

Förderpartner seit

2017

Aktuelle Fördersumme p.a.

30.000 €

Standort

Paris

Webseite

veblen-institute.org

Co-Förderer

Fondation Charles Léopold Mayer pour le Progrès de l'Homme

Funders for Fair Trade

Finance Watch

Was macht das Institut Veblen?

Das Veblen Institut (association de loi 1901 à but non lucrative) fördert sozialen und ökologischen Wandel. Es bringt Akademiker*innen, politische Entscheidungsträger*innen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft zusammen, um notwendige Anpassungen unseres derzeitigen Wirtschafts-, Währungs- und Finanzsystems zu definieren, die etwa das Gleichgewicht zwischen Markt/Staat/Commons angehen. Es stärkt interdisziplinäre Vernetzung und politische Mobilisierung.

Warum fördern wir das Institut Veblen?

Das Veblen Institut war ab Juni 2015 unser französischer Partner im Bemühen, kleine und mittelständische Unternehmen in die Debatte über TTIP und CETA einzubeziehen. Da der Fokus nun auf EU-Handelspolitik insgesamt liegt, unterstützen wir das Veblen Institut im Aufbau eines Netzwerks für handelspolitische Reform und koordinierte Lobbyarbeit gegenüber den politischen Entscheidungsträger*innen durch die Zivilgesellschaft in Frankreich.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

Unser Ziel ist eine Neuausrichtung der EU-Handelspolitik: Demokratische Rechenschaftspflicht, soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit müssen künftig im Fokus stehen. Laufende Verhandlungen zu bestimmten Handelsabkommen müssen ausgesetzt werden. Wir wollen hierzu handelspolitische Alternativen erarbeiten und politischen Schwung entwickeln, indem wir eine breitere Öffentlichkeit erreichen.

News

Rapid Response Grants

Gesamtfördersumme

50.000 €

Förderzeitraum

2020

Standort

International und national

Einzelfördersumme

bis zu 5.000 €

Was sind Rapid Response Grants?

Manchmal bedarf es nicht viel, um positive Veränderungen zu erreichen. Mit den »Rapid Response Grants« werden schnell und unkompliziert innovative und nachhaltige Ideen, Projekte und Initiativen unterstützt. Hierdurch können wir flexibel auf aktuelle Entwicklungen reagieren und wichtige Impulse in unsere Arbeit aufnehmen. Die Förderung beträgt maximal 5.000 Euro pro Projekt, es können keine Anträge gestellt werden.

Geförderte Projekte & Organisationen

Aktion gegen den Hunger | Im Rahmen des Human Rights Festival Berlin 2020 findet das Labor »Climate Story Lab« statt, dort wird an innovativem, nachhaltigem Storytelling als Kommunikationsmedium zur Vermittlung der Klimakrise gearbeitet.

European Democracy Lab | Anlässlich des Europatages am 9. Mai 2020 findet »Citizens Take Over Europe« ganztägig als trans-europäische Online-Konferenz statt und bietet den Bürger*Innen Europas eine Plattform für einen lösungsorientierten Austausch zur aktuellen Krise Europas.


Ehemalige Förderungen

Foto: Wanda von Bremen

Förderpartner seit

2019

Aktuelle Fördersumme p.a.

100.000 €

Standort

Berlin

Webseite

generationenstiftung.com

Was macht die Generationen Stiftung?

Die Generationen Stiftung ist die überparteiliche Interessenvertretung für die zukünftigen Generationen. Das oberste Ziel der Generationen Stiftung ist es, politische Entscheidungsprozesse so zu beeinflussen, dass die legitimen Bedürfnisse kommender Generationen berücksichtigt werden. Die Generationen Stiftung entwickelt in Generationendialogen, öffentlichkeitswirksamen Aktionen und Kampagnen des Jugendrates Lösungen für die dringendsten Zukunftsfragen. Im Jugendrat werden junge Talente für den politischen Diskurs gestärkt, entwerfen politische Kampagnen für die Generationengerechtigkeit und bringen ihre Stimme in den politischen Diskurs ein.

Warum fördern wir die Generationen Stiftung?

Die Jugendbewegung hat mit Fridays4Future in 2019 Europa-weit großes Momentum erreicht. Die Generationen Stiftung will als stabile Plattform diesem Momentum zu einer langfristigen Kraft verhelfen. Gleichermaßen inspiriert von den Ideen der jungen Generation, unterstützt die Schöpflin Stiftung in einer frühen Phase des Aufbaus der Organisation.

Was haben wir gemeinsam erreicht?

Gemeinsame Ziele sind die Befähigung von jungen Menschen für ein selbstbestimmtes und verantwortungsvolles Leben und eine aktive Mitgestaltung der Gesellschaft. Auch sehen wir es als dringend notwendig an die Öffentlichkeit für Generationengerechtigkeit zu sensibilisieren. Um das zu erreichen, haben wir daran gearbeitet, den Jugendrat zu vergrößern und bundesweit junge Menschen als Multiplikator*innen für Generationengerechtigkeit zu qualifizieren. Parallel wurde die Generationen Stiftung weiter professionalisiert.

Fördersumme

27.000 €

Förderzeitraum

2017

Standort

Oldenburg

Webseite

partizipativ-gestalten.de

Was macht das Institut für Partizipatives Gestalten?

»Unsere heutigen Probleme können nicht mehr mit den Methoden gelöst werden, die sie verursacht haben.« Dies ist der Leitgedanke des Instituts für Partizipatives Gestalten GbR (IPG). Daher suchen beim IPG Methoden- und Prozessarchitekt*innen nach den innovativsten Ansätzen und Ideen für beteiligungsbasierte Planungen und Lösungsfindungen und bieten diese weiterentwickelt als Dienstleistung an.

Warum haben wir das Institut für Partizipatives Gestalten engagiert?

Wir finden, es ist Zeit, das, was in den Bereichen Stadtplanung und Landschaftsarchitektur, Nachhaltigkeit, Schul- und Bildungsentwicklung oder Organisationsentwicklung an partizipativen Gestaltungsprozessen schon lange geübt wird, – auch in größerem Rahmen auszuprobieren. Gemeinsam mit dem IPG wollen wir ein Stück kollaborative Demokratie für die EU vorausdenken.

Was haben wir gemeinsam erreicht?

Zwischen der Realität der Handelsverhandlungen der EU und dem Ideal transparenter, demokratischer und partizipativer Prozesse besteht eine tiefe Kluft. Mit dem Projekt »Co-Creating Trade Policy« wollten wir deshalb erkunden, wie eine kooperative Entwicklung von Lösungen in Zukunft aussehen und etabliert werden kann. So setzen wir uns für gute, innovative und vor allem mehrheitsfähige Vereinbarungen ein.

News

Foto: Uwe Hiksch

Fördersumme p.a.

Ø 20.000 €

Förderzeitraum

2018

Standort

Berlin

Website

gerechter-welthandel.org

Co-Förderer

Attac

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

Forum Umwelt und Entwicklung

Greenpeace

NaturFreunde Deutschlands

Was macht das Netzwerk Gerechter Welthandel?

Das Netzwerk Gerechter Welthandel ist aus den breiten Protesten gegen die Handels- und Investitionsschutzabkommen TTIP und CETA entstanden. Das Netzwerk setzt sich gegen diese und ähnliche neoliberale Abkommen und für eine Handels- und Investitionspolitik ein, die auf hohen ökologischen und sozialen Standards beruht und nachhaltige Entwicklung in allen Ländern fördert.

Warum fördern wir das Netzwerk Gerechter Welthandel?

Das Netzwerk Gerechter Welthandel will erreichen, dass die Gefahren neoliberaler Handelspolitik wieder mehr ins öffentliche Interesse rücken und dass den kosmetischen Veränderungen, die in den letzten Jahren vorgenommen worden sind, auch eine tatsächliche handelspolitische Kehrtwende folgt. Es setzt sich für eine demokratische und sozial gerechte Handelspolitik in der EU und weltweit ein.

Was haben wir gemeinsam erreicht?

Die Förderung hat die Organisation einer Aktions- und Strategiekonferenz ermöglicht, die im Juni 2018 in Frankfurt am Main stattfand. Die Konferenz hat den lokalen und regionalen Bündnissen eine Möglichkeit zur Vernetzung und Kommunikation geboten. Gemeinsam wurden Aktionsmöglichkeiten ausgelotet und weitere Schritte gegen die Ratifizierung von CETA und anderen Abkommen beraten .

Förderpartner seit

2018

Aktuelle Fördersumme p.a.

50.000 €

Standort

Amsterdam

Webseite

tni.org

Co-Förderer

Rockefeller Brothers Fund

Funder for Fair Trade

Was macht das Transnational Institute?

Das Transnational Institute (Stichting, ANBI) ist ein internationales Forschungs- und Advocacy-Institut, das sich für die Schaffung einer gerechten, demokratischen und nachhaltigen Welt einsetzt. TNI ist ein einzigartiger Knotenpunkt zwischen sozialen Bewegungen, engagierten Akademiker*innen und politischen Entscheidungsträger*innen. TNI ist der rechtliche Träger des Seattle to Brussels Network, das vielfältige NGOs zusammenbringt, die sich für gerechten Welthandel einsetzten.

Warum fördern wir das Transnational Institute?

Wir unterstützen TNI als fähigen Koordinator eines einzigartigen transnationalen Konsortiums von NGOs, die erfolgreich zu Handels-und Investitionsabkommen arbeiten (Powershift, Deutschland; Corporate Europe Observatory, Belgien; Attac, Österreich; Ecologistas en Acción, Spanien; Veblen Institute und Aitec, Frankreich; War on Want, Großbritannien). Diese ergänzen sich geografisch, in Bezug auf ihre Methoden, Zielgruppen und ihr spezifisches Fachwissen.

Was haben wir gemeinsam erreicht?

Mit dem Projekt »No more ISDS!« sind wir gegen die Expansion und institutionelle Verfestigung des einseitigen internationalen Investorenschutzes (ISDS) angegangen, um zu konstatieren: Trotz der Etappensiege gegen diese »Paralleljustiz«, die die anti-TTIP/CETA Kampagne der letzten Jahre erzielten, bleibt ISDS in seinen verschiedenen Erscheinungsformen (ICS, MIC, BITs) ein Missstand.

News
Förderpartner seit

2019

Aktuelle Fördersumme p.a.

100.000 €

Standort

Berlin

Webseite

WeMove.EU

Worum geht es bei der Kampagne und was macht WeMove?

Die Kampagne »Ein Europa für alle« mobilisiert am 19. Mai 2019 Großdemonstrationen in zahlreichen Städten Europas, um Menschen für die Teilnahme an der Europawahl zu motivieren und ein Zeichen gegen Nationalismus und Rechtsextremismus zu setzen.  WeMove.EU koordiniert einen Teil der Kampagne und ist eine Bürgerbewegung mit einem Netzwerk zu über 1 Million Menschen in ganz Europa, die sich einsetzt für ein besseres Europa, für eine Europäische Union, die sich gesellschaftlicher und ökonomischer Gerechtigkeit verpflichtet fühlt und die für ökologische Nachhaltigkeit und bürgernahe Demokratie steht. Hinter WeMove stecken Menschen unterschiedlichster Lebensläufe, Kulturen und Religionen, die Europa ihr Zuhause nennen.

Warum fördern wir WeMove?

Wir sehen mit großer Sorge, wie Demokratien in ganz Europa unter Druck stehen. Das Europa-Wahljahr 2019 bietet uns eine besondere Gelegenheit, um die Bürgerinnen und Bürger für die europäische Idee zu begeistern und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Die Kampagne »Ein Europa für alle« soll dazu punktuell einen Beitrag leisten.

Was haben wir gemeinsam erreicht?

Mit der Kampagne »Ein Europa für alle« haben wir uns für eine hohe Wahlbeteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei den Europawahlen im Mai 2019 eingesetzt und versucht, die Menschen (wieder) für die europäische Idee zu begeistern.



Kontakt

Dorothee Vogt
Programmleitung Wirtschaft & Demokratie
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