Gemeinnütziger Journalismus




Die Schöpflin Stiftung setzt sich mit all ihren Förderaktivitäten für eine kritische Bewusstseinsbildung bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie für eine starke Demokratie und deren Weiterentwicklung ein. Für beides bedarf es einer informierten Gesellschaft – der Journalismus nimmt hierfür eine zentrale Rolle ein.

Aktuell ist der klassische Verlagsjournalismus in einer finanziellen und strukturellen Krise. Die öffentlich-rechtlichen Medien suchen ihre neue Rolle in einer sich immer stärker digitalisierenden Gesellschaft, in der etwa Personen unter 30 kaum mehr das Medium Fernsehen nutzen.

Den gemeinnützigen Journalismus halten wir in dieser Umbruchphase für eine notwendige Ergänzung zu den bestehenden Angeboten. Während die großen Verlage wirtschaftlich immer mehr unter Druck geraten und öffentlich-rechtliche Sender immer stärker zum Mainstream tendieren, trägt ein weiteres Modell zur Vielfalt bei.

In Verbindung mit journalistischen Projekten und Initiativen möchten wir auch unternehmerische Aktivitäten unterstützen, die für eine weitere Entwicklung des gemeinnützigen Journalismus insgesamt dringend erforderlich sind.

Dazu gehört auch das Projekt »Haus gemeinnütziger Journalismus«. Mit ihm wollen wir einen Ort schaffen, an dem  Vernetzung und Zusammenarbeit entstehen, so dass sich das Feld insgesamt weiterentwickeln kann.



Förderpartner & Projekte

Foto: Jann Wilken

Förderpartner seit

2019

Aktuelle Fördersumme p.a.

50.000 €

Standort

Berlin, Hamburg

Webseite

amalberlin.de  amalhamburg.de

Co-Förderer

Evangelische Kirche in Deutschland

Körber Stiftung

Stiftung Mercator

 

Was macht Amal?

Amal – das sind Journalistinnen und Journalisten, die in Berlin und Hamburg im Exil leben und gemeinsam Lokal-Nachrichten auf Arabisch und Persisch machen. Seit März 2017 sind sie in Berlin online, seit April 2019 in Hamburg. Amal veröffentlicht täglich Nachrichten, Reportagen, Videos und Interviews und informiert jene, die keinen Zugang zu deutschen Medien haben. 

Warum fördern wir Amal?

Amal versorgt eine große Zielgruppe mit Nachrichten, die für klassische, durch Werbung finanzierte Medien (noch) nicht attraktiv ist und ermöglicht ihr damit Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Hierdurch trägt Amal zu mehr Zusammenhalt in Deutschland bei und gibt gleichzeitig Journalistinnen und Journalisten im Exil eine berufliche Perspektive.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

Das Logo von Amal erinnert an eine Pusteblume, deren Samen der Wind durch die Luft trägt. Die Samen stehen für die Nachrichten, die sich von Amal aus in die arabischen, afghanischen und iranischen Communities verbreiten, insbesondere unter den Geflüchteten, die hier Schutz gesucht haben. Gemeinsam wollen wir ein informiertes Miteinander ermöglichen – durch seriös recherchierten Journalismus und als Gegenpol zu Gerüchten und Hate Speech. 

Amal ist eine gemeinschaftliche Förderung unserer Programmbereiche Flucht & Integration und Gemeinnütziger Journalismus.

News

Bild: CIVITATES

Förderpartner seit

2020

Aktuelle Fördersumme p.a.

50.000 €

Standort

Brüssel

Webseite

civitates-eu.org

Co-Förderer


Adessium Foundation

Fritt Ord Foundation

Nicolas Puech Foundation

Oak Foundation

Rudolf Augstein Stiftung

u.a.

Was macht CIVITATES?

CIVITATES ist eine philanthropische Initiative für Demokratie und Solidarität in Europa. Sie stellt Mittel zur Verfügung, damit zivilgesellschaftliche Akteur*innen zusammenkommen, den öffentlichen Diskurs neu beleben und sicherstellen, dass alle Stimmen gehört werden. Denn wir brauchen eine starke Zivilgesellschaft, um lebendige und offene Demokratien für ein Europa zu gestalten, das für alle da ist.

Warum fördern wir CIVITATES?

Mit dem Fonds »Public Interest Journalism in Europe« hat sich CIVITATES zum Ziel gesetzt, eine starke Gemeinschaft unabhängiger, gemeinwohlorientierter Journalismus-Organisationen aufzubauen, die die Demokratie in Europa verteidigt, Machtmissbrauch und Triebkräfte der Polarisierung aufdeckt und Räume verteidigt, in denen alle Stimmen gehört werden.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

Unser gemeinsames Ziel ist es, den unabhängigen Journalismus zu fördern und dabei zu helfen, neue Finanzierungsmodelle in den Sektor zu bringen. Damit stellen wir Strukturen und Unterstützung für  Organisationen zur Verfügung, die diese am meisten brauchen.

News

Foto: CORRECTIV

Förderpartner seit

2015

Aktuelle Fördersumme p.a.

100.000 €

Standort

Berlin, Essen

Webseite

correctiv.org

Co-Förderer

Adessium Foundation

Brost Stiftung

Rudolf Augstein Stiftung

Was macht CORRECTIV?

Die CORRECTIV – Recherchen für die Gesellschaft gemeinnützige GmbH ist das erste gemeinnützige Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum. CORRECTIV recherchiert langfristig zu Themen, die andere Medien zu wenig beachten. CORRECTIV will jeder Bürgerin und jedem Bürger Informationen geben, damit die Welt besser verstanden werden kann. Aus diesem Grund initiiert CORRECTIV außerdem ein Bildungsprogramm, um möglichst viele Menschen an der Aufklärung zu beteiligen.

Warum fördern wir CORRECTIV?

Freier Journalismus ist eine Grundvoraussetzung für unsere offene Gesellschaft und Demokratie. Dort wo die großen Verlage wirtschaftlich immer mehr unter Druck geraten und öffentlich-rechtliche Sender immer stärker zum Mainstream tendieren, trägt ein weiteres Modell zur Vielfalt bei. Correctiv setzt genau hier an und will investigativen und aufklärenden Journalismus für jeden Verlag, für jeden Sender in Deutschland zugänglich machen, damit die Medien ihrer Wächterfunktion nachkommen können.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

Wir wollen gemeinsam mit CORRECTIV zu den grundsätzlichen Fragen unserer Gesellschaft arbeiten. Was wird aus unseren Kinder? Wie funktioniert das Zusammenleben der Zukunft? Wer hat wirklich die Macht in unserer Demokratie? 

News

Foto: Diskutier Mit Mir

Förderpartner seit

2017

Aktuelle Fördersumme p.a.

60.000 €

Standort

Berlin

Webseite

diskutiermitmir.de

Was macht Diskutier Mit Mir?

Diskutier Mit Mir e.V. ist eine junge Initiative, die sich für den demokratischen Dialog stark macht. Als erstes Projekt wurde zur Bundestagswahl 2017 ein Online-Tool entwickelt, das Menschen mit unterschiedlichen Ansichten in einem 1:1 Chat zusammenbringt, um politische Themen zu diskutieren. www.diskutiermitmir.de entfachte ein großes Medienecho und ermöglichte knapp 20.000 Gespräche zwischen Andersdenkenden.

Warum fördern Diskutier Mit Mir?

Digitale »Filterblasen« prägen den politischen Diskurs in Deutschland. Vorselektierte Informationen, mangelnde Debattenkultur und politische, von den Medien oft mit vorangetriebene Polarisierungen führen zur Spaltung der Gesellschaft. Anstelle des besseren Arguments zählen emotional aufgeladene (Halb-)Wahrheiten. Wir fördern das Projekt »Diskutier Mit Mir«, weil es Raum für Dialog schafft und den konstruktiven Umgang mit divergierenden Überzeugungen ermöglicht.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

»Diskutier Mit Mir« soll das digitale Tool für den Austausch zwischen Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven und Hintergründen werden.

Foto: EJC

Förderpartner seit

2019

Aktuelle Fördersumme p.a.

25.000 €

Standort

Maastricht/Niederlande

Webseite

ejc.net

Co-Förderer

Adessium Foundation

Bill & Melinda Gates Foundation

Democracy & Media Foundation

News Integrity Initiative

Open Society Foundations

u.a.

Was macht EJC?

Das 1992 gegründete European Journalism Centre (EJC) ist eine internationale gemeinnützige Organisation mit Sitz in den Niederlanden. Ziel des EJC ist es, Journalismus und Nachrichtenmedien im Interesse einer funktionierenden demokratischen Öffentlichkeit zu verbessern, zu stärken und zu unterstützen.


Warum fördern wir EJC?

Die Schöpflin Stiftung und das European Journalism Centre teilen die Überzeugung, dass freier Zugang zu Informationen und eine unabhängige Presse die Voraussetzung für eine offene Gesellschaft und ein Grundpfeiler der Demokratie sind. Das EJC stärkt die Widerstandskraft des europäischen Journalismus, indem es Journalist*innen vernetzt und sie mit neuen Ideen, Fähigkeiten und Finanzierungsmöglichkeiten zusammenbringt.


Was wollen wir gemeinsam erreichen?

Das EJC, die Schöpflin Stiftung und andere Stiftungen kooperieren im Rahmen des Journalism Funders Forum (JFF). JFF ist eine offener Zusammenschluss europäischer Stiftungen und Journalist*innen, die gemeinsam daran arbeiten, effektivere und nachhaltige Finanzierungswege für unabhängigen Journalismus in Europa zu gewährleisten.

Förderpartner seit

2019

Aktuelle Fördersumme p.a.

70.000 €

Webseite

nonprofit-journalism.org

Die Feldstudie ist eine Kooperation von

Luminate UK

PHINEO

Rudolf Augstein Stiftung

Schöpflin Stiftung

Was ist der Feldreport »Wozu Non-Profit-Journalismus«?

Luminate UK, PHINEO, die Rudolf Augstein Stiftung und die Schöpflin Stiftung kooperieren bei der Erstellung eines Feldreports, der

  • einen Überblick über die Akteurslandschaft im Bereich gemeinnütziger Journalismus und Informations- und Meinungsfreiheit liefert,
  • systemische Zusammenhänge und Potenziale verdeutlicht,
  • funktionierende Geschäftsmodelle und erfolgreiche Wirkungslogiken vorstellt,
  • Herausforderungen, Förderlücken und limitierende Faktoren benennt sowie
  • Entscheider*innen in Förderinstitutionen und der Politik konkrete Handlungsempfehlungen gibt.

Der Report konzentriert sich auf die deutsche Akteurslandschaft, berücksichtigt aber auch herausragende europäische und internationale Beispiele. Er wird Ende September 2020 veröffentlicht.

Warum unterstützen wir den Feldreport »Wozu Non-Profit-Journalismus?«?

Gegenwärtig erleben wir eine Neuordnung des Journalismus: Überholte und wegbrechende Finanzierungsmodelle, die Abhängigkeit von Tech-Plattformen sowie eine Vertrauens- und Autoritätskrise legen nahe, dass es aktuell an tragfähigen Konzepten für einen zukunftsfähigen Journalismus mangelt.

Einer von vielen Ansätzen, Qualitätsjournalismus für die Zukunft sicherzustellen, liegt in der gezielten und stärkeren Förderung entsprechender Angebote im Bereich der Informations- und Meinungsfreiheit und gemeinwohlorientierter Journalismusprojekte.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

Indem er Angebote und Potenziale im Feld identifiziert, kann der Report als Handreichung für Förderentscheidungen dienen und qualitätsgesicherte Orientierungshilfe für finanzielles Engagement bieten. Hierdurch werden relevante Akteur*innen im Feld unterstützt und der journalistische Einsatz für die Gemeinschaft sowie Informations- und Meinungsfreiheit langfristig gestärkt.

News

Bild: FragDenStaat

Förderpartner seit

2019

Aktuelle Fördersumme p.a.

70.000 €

Standort

Berlin

Webseite

FragDenStaat.de

Was macht FragDenStaat?

FragDenStaat.de ist die Plattform für Informationsfreiheit in Deutschland. Sie ermöglicht es allen Menschen, einfach und transparent Informationen von Behörden zu bekommen. Mit Kampagnen und strategischen Klagen verbessert FragDenStaat das Ökosystem der Informationsfreiheit und ermächtigt Journalist*innen, Initiativen und Privatpersonen, ihr Recht auf Informationen durchzusetzen.

Warum fördern wir FragDenStaat?

FragDenStaat ist digitale Infrastruktur für die Demokratie. Die Plattform verwirklicht somit das Ziel des Informationsfreiheitsgesetzes und schafft Transparenz. Damit wird die demokratische Meinungs- und Willensbildung verbessert und die Kontrolle staatlichen Handelns gestärkt.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

Wir wollen, dass FragDenStaat noch mehr Menschen zugutekommt. Dazu entwickeln wir neue Kampagnen, zum Beispiel zur Befreiung von Umweltinformationen, bauen die Funktionen der Plattform weiter aus und reichen neue strategische Klagen für die Informationsfreiheit ein.

News

Bild: CORRECTIV

Dauer

Bauzeit noch offen.

Standort

Berlin

Was ist das »Haus gemeinnütziger Journalismus«?

Die Schöpflin Stiftung entwickelt in Berlin einen Ort, an dem Menschen lernen, wie sie Informationen sammeln, aufbereiten und verbreiten können. Ein Ort, an dem Menschen Medien machen. Ein Ort für Vernetzung und ein Ort für die Zukunft. Auf rund 5000 Quadratmetern und mehreren Etagen werden Redaktionen, Co-Working-Arbeitsplätze, Wohn- und Rückzugsräume, ein Café und Veranstaltungsflächen geschaffen. Die Fusion von Kreativen aus allen Sparten – von Illustrator*innen über Medienschaffende hin zu Programmierer*innen, von Theaterautor*innen über Filmschaffende bis hin zu Lehrer*innen – eröffnet Perspektiven für ganz neue Formen und Produkte des gemeinnützigen Journalismus. Außerdem werden so über 200 Arbeitsplätze geschaffen und dauerhaft gesichert.

Warum sehen wir den Bedarf?

Freier und gemeinnütziger Journalismus braucht Infrastruktur und Vernetzungsmöglichkeiten. Dabei können Synergien genutzt und Kompetenzen ausgetauscht werden. Gleichzeitig folgt der Bau des Hauses für gemeinnützigen Journalismus der Idee, der kritischen Öffentlichkeit einen Raum zu geben.

Was wollen wir damit erreichen?

Mit dem »Haus gemeinnützigen Journalismus« wollen wir einen Ort schaffen, an dem Vernetzung und Zusammenarbeit ermöglicht wird und sich das Feld insgesamt weiterentwickeln kann. Neben der Ausrichtung auf Bedürfnisse regionaler und lokaler Medien soll die europäische Öffnung des Hauses für internationale Impulse sorgen.

Förderpartner seit

2018

Aktuelle Fördersumme p.a.

60.000 €

Standort

Deutschland, Italien, Großbritannien, Norwegen, Frankreich, Portugal, Polen, Griechenland

Webseite

investigate-europe.eu

Co-Förderer

Böckler-Stiftung

Fritt Ord Foundation

GLS Treuhand

Open Society Foundations

Rudolf Augstein Stiftung

u.a.

Was macht Investigate Europe?

Neun investigative Journalist*innen aus acht Ländern recherchieren gemeinsam Themen, die europaweit gesellschaftlich und politisch von starker Bedeutung sind. Die Ergebnisse der Recherchen werden gemeinsam veröffentlicht und über Medienpartner*innen in ganz Europa weiter verbreitet. Zu den Medienpartner*innen von Investigate Europe gehören u.a. der Tagesspiegel, Publico, Aftenbladet, Newsweek Polska, Il Corriere della Sera oder der Falter.

Warum fördern wir Investigate Europe?

Die Komplexität von Themen, die unsere Gesellschaft über nationalstaatliche Grenzen hinweg betreffen, nimmt kontinuierlich zu. Gleichzeitig ist es für die Menschen immer schwieriger, den Überblick zu behalten und an relevante Informationen zu kommen. Um unsere Gesellschaft demokratisch mitzugestalten braucht es aber eine urteilsfähige Gesellschaft. Investigate Europe arbeitet daran, dies zu ermöglichen.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

Gemeinsam wollen wir dafür sorgen, dass die Recherchen von Investigate Europe einer noch größeren Zielgruppe auf dem gesamten Kontinent zugänglich gemacht werden. Neben dem Ausbau der Medienpartnerschaften in den einzelnen Ländern, bedeutet das vor allem eine weitere Professionalisierung und Entwicklung der internen Strukturen von Investigate Europe.

Foto: Raphael Hünerfauth

Förderpartner seit

2016

Aktuelle Fördersumme p.a.

100.000 €

Standort

Berlin

Webseite

netzwerkrecherche.org

Co-Förderer

Rudolf Augstein Stiftung

Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

Bundeszentrale für politische Bildung

u.a.

Was macht netzwerk recherche?

netzwerk recherche e.V. wurde 2001 von Journalist*innen gegründet, um die journalistische Recherche und den Qualitätsjournalismus in Deutschland zu stärken. 2017 unterstützten mehr als 800 Mitglieder aus allen Mediensparten die Aktivitäten des gemeinnützigen Vereins. Um Recherchetechniken zu vermitteln, veranstaltet der Verein Tagungen – wie die von rund 900 Journalist*innen besuchte nr-Jahreskonferenz – und veröffentlicht Publikationen. Direkt fördert netzwerk recherche die journalistische Arbeit mit Recherchestipendien und Stipendien für journalistisch-unternehmerische Vorhaben.

Warum fördern wir netzwerk recherche?

Durch die Förderpartnerschaft mit Netzwerk Recherche e.V. sehen wir die Möglichkeit, investigativen und gemeinnützigen Journalismus weiter zu stärken und auszubauen und damit gemeinnützigen Journalismus neben dem Verlagsjournalismus und öffentlich-rechtlichen Medien als dritte und wichtige Säule zu etablieren.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

Zusammen wollen wir neue Wege zur Gründung und Finanzierung gemeinnütziger journalistischer Projekte aufzeigen. Das gemeinsame Grow-Stipendienprogramm unterstützt Start-ups im Non-Profit-Journalismus bei der Verwirklichung ihrer Vorhaben.

News

Foto: Andi Weiland

Förderpartner seit

2019

Aktuelle Fördersumme p.a.

100.000 €

Standort

Berlin

Webseite

phineo.org

Was macht PHINEO?

Die PHINEO gAG unterstützt Menschen und Organisationen, die sich in besonderer Weise für die Lösung gesellschaftlicher Probleme einsetzen und wirkungsorientierte gemeinnützige Arbeit fördern wollen. Als übergreifendes Konsortium von Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Staat und Wirtschaft möchte PHINEO den Bedarf an Transparenz und Orientierung im gemeinnützigen Sektor bedienen. 

Warum fördern wir PHINEO?

PHINEO analysiert gemeinnützige Organisationen auf wissenschaftlicher Basis, um insbesondere Stifter*innen und Spender*innen sowie sozial engagierten Unternehmen (»Sozialen Investoren«) eine qualitätsgesicherte Orientierungshilfe zu bieten, die den optimalen Einsatz von finanziellen Mitteln zu gemeinnützigen Zwecken ermöglicht.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

Durch die transparente Analyse und Aufarbeitung  gesellschaftsrelevanter Themenfelder wollen wir das Wissen um die Arbeits- und Wirkungsweise gemeinnütziger Organisationen und die Möglichkeiten sozialen Engagements ausbauen sowie die Verwendung finanzieller Mittel für gemeinnützige Aktivitäten verbessern. Diesem Ziel dient auch die  Feldstudie zum Thema »Gemeinnütziger Journalismus, Informations- und Meinungsfreiheit«, die wir zusammen mit anderen Kooperationspartner*innen durchführen.

Foto: Benjamin Jenak

Förderpartner seit

2020

Aktuelle Fördersumme p.a.

25.000 €

Standort

Dresden

Webseite

veto-mag.de

Co-Förderer

ZEIT-Stiftung

Open Society Foundations

GLS Treuhand e.V.

Was ist das Veto-Magazin?

Veto - Magazin für Protest & Verantwortung wird von der Rederei gUG herausgegeben, einer Agentur für Dialog und Engagement mit Sitz in Dresden, die Strategien und Konzepte entwirft, um Engagement in die Öffentlichkeit zu tragen. Außerdem werden politische Bildungsprojekte im Bereich Nachrichtenkompetenz angeboten.

Warum fördern wir Veto - Magazin für Protest & Verantwortung?

Wer ist eigentlich »die Zivilgesellschaft«? Weil diese Frage meist unbeantwortet bleibt, hat die Rederei gUG das Magazin Veto gegründet, um Engagement in Deutschland sichtbar zu machen. Dafür erscheint ab 2020 viermal im Jahr eine Print-Ausgabe des Magazins. Veto will eine Stimme für die vielen Engagierten sein und zeigen, was sie täglich leisten.

Was wollen wir gemeinsam erreichen?

Das Magazin Veto schließt eine Lücke in der Medienlandschaft, denn in Deutschland gibt es keine vergleichbaren Medien, die das Wissen, die Erfahrungen und Ideen der Engagierten bündeln und teilen. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass erfolgreiche Strategien und Projekte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.


Rapid Response Grants

Gesamtfördersumme

50.000 €

Förderzeitraum

2020

Standort

International und national

Einzelfördersumme

bis zu 5.000 €

Was sind Rapid Response Grants?

Manchmal bedarf es nicht viel, um positive Veränderungen zu erreichen. Mit den »Rapid Response Grants« werden schnell und unkompliziert innovative und nachhaltige Ideen, Projekte und Initiativen unterstützt. Hierdurch können wir flexibel auf aktuelle Entwicklungen reagieren und wichtige Impulse in unsere Arbeit aufnehmen. Die Förderung beträgt maximal 5.000 Euro pro Projekt, es können keine Anträge gestellt werden.

Geförderte Projekte & Organisationen

Aktion gegen den Hunger | Im Rahmen des Human Rights Festival Berlin 2020 findet das Labor »Climate Story Lab« statt, dort wird an innovativem, nachhaltigem Storytelling als Kommunikationsmedium zur Vermittlung der Klimakrise gearbeitet.

Dis:orient - Video-News | Die freie Journalistin Nalan Sipar stellt auf youtube Video-News zu Covid-19 auf Türkisch zur Verfügung, darin informiert sie zum aktuellen Stand der Pandemie und über das Virus und die politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen.


Ehemalige Förderungen

Foto: CORRECTIV

Fördersumme

5.000€

Förderzeitraum

2019

Standort

Düsseldorf

Website

campfirefestival.org

Wie können wir gemeinsam eine bessere Gesellschaft gestalten und welche Rolle spielen die Medien dabei? Um diese und andere Fragen ging es beim Campfire Festival am 31. August und 1. September 2019. Zivilgesellschaftliche Akteure, engagierte Bürger*innen und Medienprofis haben ein Wochenende lang die Möglichkeit für Austausch, Diskussionen und Begegnungen. Dafür verwandelte sich die Wiese vor dem Landtag in Düsseldorf in ein buntes Konferenzgelände, auf dem verschiedene Formen des Journalismus sichtbar sein wurden.

Organisiert wurde das Festival von unserem Förderpartner CORRECTIV. Die Schöpflin Stiftung hat in einem eigenen Zelt ein vielseitiges Programm angeboten: In insgesamt zehn Workshops, Diskussionsrunden und Projektvorstellungen kamen 23 Akteur*innen zusammen, um mit dem Publikum über die Themen »Flucht & Journalismus«, »Konstruktiver Journalismus« und »Non-Profit Journalismus oder alternative Angebote und Medienkritik« zu sprechen.

Die ausführliche Version des Programms im Schöpflin-Zelt mit Informationen zu den Speakern finden Sie hier oder auf der Website des Campfire Festivals.

Foto: KU Kreatives Unternehmertum

Fördersumme

12.500 €

Förderzeitraum

2018

Standort

München

Webseite

www.kreatives-unternehmertum.com

Was macht die KU Kreatives Unternehmertum gGmbH?

Die KU Kreatives Unternehmertum gGmbH hat sich der unternehmerischen Bildung verschrieben und steht für einen neuen Bildungsansatz im Sinne des Gesellschaftsgestaltertums. Darunter versteht sie ein am Gemeinwohl orientiertes unternehmerisches Wirken von Organisationen und Individuen in, mit und für die Gesellschaft. Mit eigenen Bildungsräumen betreibt sie Grundlagenforschung für eine lebenswerte Zukunft und gestaltet gemeinsam mit anderen Pionieren Bildungsformate für Gesellschaftsgestalter*innen – interdisziplinär und intergenerational.

Warum fördern wir die Fachtagung »Lokaljournalismus und Demokratie«?

Journalismus, so scheint es, ist kein erfolgreiches Geschäftsmodell mehr. Es geht um Aufmerksamkeit und Reichweiten, weniger um Information. In der digitalen Welt platzieren Unternehmen ihre Werbemittel dort, wo viele Mausklicks locken. Da droht der Journalismus zur Restgröße zu werden und damit der Verlust von demokratischer Meinungsbildung und Vielfalt. Lokale Medien ermöglichen Bürger*innen demokratische Teilnahme, garantieren öffentliche Kontrolle, tragen zur Identität mit der lokalen Umwelt bei und setzen sogar ein Korrektiv gegen das globale Wirkungsnetz. Lokaljournalismus spielt also eine zentrale Rolle für die Zukunft unserer Demokratie.

Was haben wir gemeinsam erreicht?

Ziel der Fachtagung »Lokaljournalismus und Demokratie« am 18. Oktober 2018 war eine Neuentdeckung des Lokaljournalismus als Ausdruck unternehmerischer Gesellschaftsverantwortung durch multiple Perspektiven. Dabei stand die Frage im Fokus, wie dieser Journalismus finanziert und organisiert werden kann, wenn die alten Funktionsweisen nicht mehr gelten. Rund 100 Teilnehmende aus unterschiedlichsten Bereichen diskutierten Modelle neuer Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Bürgergesellschaft und öffentlich-rechtlichem Rundfunk. 

Fördersumme p.a.

Ø 29.500 €

Förderzeitraum

2017-2018

Standort

Berlin

Webseite

noahsfund.org

Was macht die Noah Foundation?

In den meisten Medien überwiegen Beiträge mit negativem Fokus. Studien zeigen, dass dies zu einer verzerrten Wahrnehmung der Realität  und unnötigem Pessimismus führt. Die Noah Foundation fördert deshalb Journalismus, der sich auf Chancen und Lösungen konzentriert. Damit trägt sie zu einer ausgeglicheneren Weltsicht der Leser*innen bei und stärkt ihre Motivation, sich konstruktiv zu engagieren.

Warum fördern wir die Noah Foundation?

Hochwertiger, konstruktiver Journalismus leistet einen Beitrag zu einer zuversichtlichen und verantwortungsvollen Gestaltung der Gesellschaft. Es ist deshalb wichtig, ihn stärker als Bestandteil der öffentlichen Meinungsbildung zu etablieren.

Was haben wir gemeinsam erreicht?

Gemeinsam haben wir die Förderung von lösungsorientiertem Journalismus gestärkt und ausgebaut. Dabei hat die Noah Foundation nicht nur auf bewährte Formate wie Stipendien für Journalist*innen gesetzt, sondern auch ihre innovative Good News App entwickelt. 

News

Kontakt

Lukas Harlan
Programmleitung Gemeinnütziger Journalismus
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