Villa Schöpflin

Als Zentrum für Suchtprävention widmet sich die Villa Schöpflin der Suchtvorbeugung im Landkreis Lörrach und in ganz Deutschland. Ziel ihrer Arbeit ist es, bedarfsgerechte, wirksame und nachhaltige Präventionsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche sowie deren Bezugspersonen und Multiplikator:innen umzusetzen.

Die Villa Schöpflin, fotografiert von Straßenseite. Im Vordergrund befindet sich eine Stele auf der die einzelnen Einrichtungen auf dem Schöpflin Campus benannt werden. | Foto: Lucia Hofmaier
Villa Schöpflin | Foto: Lucia Hofmaier

Zwischen zwölf und zwanzig ist das Leben voller Fragen und Grenzgänge. Bin ich noch Kind oder schon erwachsen? Wo sind meine Grenzen? Wie weit kann ich gehen? In dieser kritischen Phase finden wir es wichtig, die richtigen Angebote zu machen. Um einer Suchtentstehung frühzeitig entgegenzuwirken, unterstützt die Villa Schöpflin Jugendliche dabei, Risikokompetenzen für den Umgang mit Suchtmitteln zu erlernen. Egal, ob es um Tabak und E-Inhalationsprodukte, Alkohol, Cannabis, neue Medien oder Glücksspiel geht: In der Villa Schöpflin werden Jugendliche, aber auch Eltern, Lehrkräfte, Fachkräfte und andere Bezugspersonen sensibilisiert, informiert, unterstützt, geschult und beraten.

Die Beratungsangebote sind kostenlos. Alle Mitarbeitende unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht. Alle, die in die Villa Schöpflin kommen, können offen über ihre Probleme reden, ohne dass Informationen an Dritte weitergegeben werden.

Die Villa Schöpflin ist das Elternhaus der Geschwister Schöpflin und wurde von diesen als Suchtpräventionszentrum zur Verfügung gestellt. Als Public-Private-Partnership ist hier in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Lörrach eine zentrale Anlaufstelle und Ideenwerkstatt für Suchtprävention entstanden. Hier vereinen sich Fachwissen und Praxiserfahrung, um realitätstaugliche Konzepte zu entwickeln und zu realisieren. Ein Ziel ist es, die besten Modelle zu multiplizieren und überregional umzusetzen.

Das Alkoholpräventionsprogramm »HaLT« ist beispielsweise in 160 Kommunen und 14 Bundesländern präsent – und zählt damit zu den größten überregionale Präventionsprogramm der Villa Schöpflin. Des Weiteren gibt es die Programme »Max & Mina« (ein Workshop für Klassen der 5. und 6. Stufe zur Prävention schädlicher Mediennutzung), »Tom & Lisa« (Alkoholpräventionsworkshop für die Klassenstufen 7 und 8), der Cannabis-Präventionsworkshop »Cannabis - quo vadis?« sowie ein interaktiver Workshop zur Prävention von Glücksspielsucht für eine gefährdete Zielgruppe.

Mit »freii« hat die Villa Schöpflin ein bundesweit einzigartiges Programm zur Prävention von Onlinesucht entwickelt, das sich an Jugendliche zwischen elf und 15 Jahren sowie an Eltern bzw. Erziehende gleichermaßen richtet. »freii« unterstützt beim bewussten Umgang mit digitalen Medien und soll den Austausch in Familien fördern. Das Programm, das über eine App durchgeführt wird, wurde extern evaluiert und steht kostenfrei zu Verfügung.

  • Alkohol

    Zur Alkoholprävention hat die Villa Schöpflin zwei Programme entwickelt, die bundesweit durchgeführt werden können: »HaLT – Hart am LimiT« und den Klassenworkshop »Tom & Lisa«. Zum einen geht es darum, Jugendliche mit bereits auffälligem Alkoholkonsum, etwa nach einer Alkoholvergiftung, gezielt anzusprechen und zu betreuen. Zum anderen zielt die Villa Schöpflin in Kooperation mit anderen gesellschaftlichen Akteuren:innen darauf ab, dass der Jugendschutz eingehalten wird, Erwachsene gute Vorbilder sind und dass Jugendliche Risikokompetenzen im Umgang mit Alkoholkonsum entwickeln.

  • Cannabis

    Im Bereich Cannabis bietet die Villa Schöpflin den selbst entwickelten interaktiven Klassenworkshop »Cannabis – quo vadis?« an. Er regt die Teilnehmenden dazu an, ihre eigene Haltung zum Thema »Cannabis« zu reflektieren. Nichtkonsumierende werden in ihrer Entscheidung gegen den Konsum bestärkt. Aktiv Cannabiskonsumierende werden für die Risiken sensibilisiert und auf das Hilfesystem hingewiesen. Für cannabiskonsumierende Jugendliche gibt es zudem ein strukturiertes Programm (Realize it X-Tra), in dem ihnen dabei geholfen wird, selbst definierte konsumbezogene Ziele zu erreichen.

  • Digitale Medien

    Im Bereich der Digitalen Medien koordiniert die Villa Schöpflin das Lörracher Netzwerkprojekt zur Prävention schädlicher Mediennutzung »compass«. Das eigene Angebot umfasst u.a. Schulungen für Fachkräfte, Elternabende an Schulen, Netzwerktreffen sowie eine offene Sprechstunde für alle Interessierten. Im Programm »ESCapade« unterstützt die Villa Schöpflin Jugendliche mit auffälligem Medienkonsum und deren Familien dabei, den eigenen Medienkonsum zu reflektieren und individuelle Lösungen für Problemstellungen zu erarbeiten. 

    Der Präventionsworkshop »Max & Mina« wurde von der Villa Schöpflin unter Einbezug von Lehrkräften, Fachkräften der Schulsozialarbeit sowie Fachkräften der Medienpädagogik für die Klassenstufe 5 und 6 entwickelt. Vor dem Hintergrund, dass sich der Gerätebesitz und das Mediennutzungsverhalten seit 2018 stark verändert hat, wurde die Zielgruppe des Programmes 2024 auf Klasse 4 erweitert.

    Die von der Villa Schöpflin entwickelte App »freii« richtet sich an Jugendliche zwischen elf und 15 Jahren sowie an deren Eltern bzw. Erziehende. Freii führt durch ein 21-tägiges Programm, das einen bewussten Umgang mit digitalen Medien fördern soll. Die App kann sowohl in schulischer Begleitung als auch eigenständig genutzt werden und steht bundesweit kostenfrei zur Verfügung. 

  • Tabak und E-Inhalationsprodukte

    In Kooperation mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie Lörrach und Schulen im Landkreis Lörrach bietet die Villa Schöpflin Sprechstunden und individuelle Beratungstermine zur Unterstützung beim Rauchstopp an.

  • Glücksspiel

    Zur Prävention von problematischem und riskantem Glücksspiel hat die Villa Schöpflin ein Präventionsprogramm entwickelt, das in der Jugendberufshilfe und auch in Jugendzentren zum Einsatz kommt. Der interaktive Workshop richtet sich an Jugendliche, die besonders gefährdet sind, problematisches Spielverhalten zu entwickeln.

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