Ruhestörung – Eine Reihe über das Erinnern

Ruhestörung – Eine Reihe über das Erinnern von der Schöpflin Stiftung

Im Oktober 2025 veröffentlichte die Schöpflin Stiftung eine Studie über die Geschichte des Versandhauses Schöpflin während der NS-Diktatur.* Angestoßen und begleitet wurde die wissenschaftliche Aufarbeitung von mehreren Generationen der Familie Schöpflin und der Schöpflin Stiftung.

»Die Untersuchung hilft mir, die NS-Zeit besser zu verstehen und macht mich betroffen. Ich bedauere, dass wir mit unserer Familie nicht persönlich über die Geschehnisse gesprochen haben, als das noch möglich war«, sagt Stiftungsgründer Hans W. Schöpflin. »Gleichzeitig bin ich davon überzeugt, dass es unbedingt notwendig ist, sich auch mit schwierigen Kapiteln der eigenen Vergangenheit zu beschäftigen und Verantwortung für das Geschehene zu übernehmen. Die Ergebnisse bestärken mich darin, dass wir uns als Stiftung Nationalismus und autoritärem Denken entgegenstellen müssen. Wir stehen für Weltoffenheit und Demokratie.«

Aus dieser generationenübergreifenden Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte entstand die Initiative für eine Veranstaltungsreihe zur Erinnerungskultur. Mit ihrer Konzeption hat die Schöpflin Stiftung ein Team in Lörrach betraut: Dr. Esther Mikuszies (Leitung Werkraum und FABRIC), Birgit Degenhardt und Jan Merk (Historiker und Leiter des Dreiländermuseums Lörrach). »Ruhestörung – eine Reihe über das Erinnern« möchte dazu beitragen, sich in Brombach und über seine Grenzen hinaus offen zu begegnen, miteinander zu sprechen, nicht (mehr) über die NS-Zeit zu schweigen und einen selbstkritischen Blick auf unser Erinnern zu richten.

Wir starten im Oktober mit einem polnisch-deutschen Projekt, im Dezember folgt ein Gespräch zu Israel und Palästina, und im Februar 2027 zeigen wir Theater für Kinder. Wir planen weitere Gespräche, Workshops und mehr.

* Ergebnis der Studie der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e. V. ist u.a., dass es keine Zwangsarbeit im Versandhaus Schöpflin gab, jedoch Parteimitgliedschaften der Familie ab den 1930er Jahren. Zur Vollständige Studie. Die jährlichen Aktivitäten der Schöpflin Stiftung finanzieren sich aus der unternehmerischen Tätigkeit Hans W. Schöpflins (geb. 1941) seit den 1980er Jahren in den USA, eine Verbindung zu Finanzquellen aus der NS-Zeit gibt es nicht.

Klicken Sie zur Ansicht der Inhalte auf den Link „Aktivieren“. Wir weisen darauf hin, dass nach der Aktivierung Daten an Youtube übermittelt werden.
Mehr Informationen

Datenschutz-Einstellungen

Cookie Einstellungen
Diese Website verwendet Cookies die die Ihnen Services ermöglichen, die von externen Anbietern angeboten werden, wie z.B. YouTube oder Google Maps. Rechtsgrundlage ist hier Art. 6 DSGVO (1) a.

Sie können hier der anonymisierten Erfassung Ihres Nutzerverhaltens durch MATOMO widersprechen. Zu diesem Zweck speichern wir einen Cookie auf Ihrem Computer, um diese Entscheidung auch bei späteren Besuche zu respektieren.

Bitte beachten Sie, dass abhängig Ihrer Einstellungen einige Funktionen ggf. nicht zur Verfügung stehen.

Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung

Matomo-Einstellungen

Achtung: Beim Widerspruch des Trackings wird ein Matomo Deaktivierungs-Cookie gesetzt, der sich Ihren Widerspruch merkt.