Am 2. Juli 2026 war unser Kultur- und Debattenort Werkraum Schöpflin in Lörrach einmal mehr Bühne: Bühne für 13 Menschen aus Südbaden, denen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz am Bande für ihr Engagement verliehen hat. Die Verleihung bildete den Abschluss der 19. »Ortszeit Deutschland«, für die der Bundespräsident regelmäßig seinen Amtssitz in unterschiedliche Landesteile verlegt, um vor Ort ins Gespräch mit den Menschen zu kommen. Bei einem Besuch auf dem Stiftungscampus informierte sich der Bundespräsident gemeinsam mit Manuel Hagel, stv. Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, über die Arbeit der Schöpflin Stiftung.
Im Werkraum Schöpflin zeichnete der Bundespräsident Menschen aus, die sich unter anderem bei der Bergwacht, für Integration, in der Kommunalpolitik oder Kultur engagieren. In seiner Ansprache würdigte er ihren Einsatz als Vorbild für das gesellschaftliche Miteinander. »Sie übernehmen Verantwortung, Sie bringen sich ein, Sie kümmern sich um andere. Sie machen mit – und Sie machen Mut«, sagte Steinmeier. Das Bundesverdienstkreuz sei Ausdruck der Dankbarkeit für Menschen, die Verantwortung nicht als Ausnahme, sondern als selbstverständlichen Teil ihres Alltags begreifen.
In seiner Ansprache hob der Bundespräsident zudem die Bedeutung von Orten hervor, die Begegnung und gesellschaftlichen Austausch ermöglichen. »Wer zusammenhalten will, der muss erst einmal zusammenkommen«, sagte Steinmeier. Den Werkraum Schöpflin erwähnte er dabei als einen Ort, »der diesen Ideen und neuen Impulsen für die Gesellschaft Raum gibt«. Dieses »Placemaking« ist ein Grundprinzip unserer Arbeit: Räume zu schaffen, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen, aus verschiedenen Perspektiven Neues entsteht und gesellschaftliche Veränderung passiert.