Wie gestaltet man ein Gebäude, das Menschen zusammenbringt? Mit dieser Frage beginnt die Geschichte des »Hauses für alle«. Denn Architektur entscheidet nicht nur darüber, wie ein Gebäude aussieht. Sie beeinflusst auch, ob wir stehen bleiben, eintreten oder weitergehen. Ob wir uns willkommen fühlen – und ob aus einem Gebäude ein Ort der Begegnung wird.
Die Architektur des neuen »Hauses für alle« soll genau das: Offenheit schaffen, Begegnungen möglich machen und das Haus mit seiner Umgebung verbinden. Schon auf den ersten Blick fällt die ungewöhnliche Gliederung des Gebäudes auf: Erdgeschoss und erstes Obergeschoss bilden gemeinsam die Basis des Hauses – und damit den Bereich, in dem Gemeinschaft, Austausch und eine flexible Nutzung im Mittelpunkt stehen werden. Dieser untere Teil wird durch sein markantes Schrägdach optisch zusammengefasst und akzentuiert, dessen Gestaltung an lokale Scheunen-Typologien anknüpft. Darüber erhebt sich der eingerückte Baukörper mit seinen Obergeschossen.
Das Architekturbüro AFF hat den Dialog zwischen Innen und Außen zum identitätsstiftenden Leitmotiv seines Entwurfs gemacht: Die Grenzen zwischen Landschaft und Gebäude lösen sich dabei förmlich auf. Wer sich dem Haus nähert, wird von der einladenden, offenen Fassade angezogen: Große Glasflächen geben von außen den Blick darauf frei, was innen passiert. Hält man sich im Inneren des Hauses auf, bleibt man durch ebendiese Glasflächen beständig mit der Außenwelt verbunden. Die zu verschiedenen Seiten ausgerichteten großzügigen Dachgauben lenken den Blick aus dem Gebäude hinaus in die Landschaft.
Der Neubau fügt sich bewusst in das entstehende Ensemble des Schöpflin Campus in Lörrach-Brombach ein – unter anderem durch die dominierenden Materialien: Das Gebäude wird in Holz-Beton-Hybridbauweise errichtet, hochwertige Holzoberflächen bestimmen sein äußeres Erscheinungsbild.
Im Inneren des Gebäudes setzt sich die Idee der Verbundenheit fort: Große Glasflächen und offene Bereiche schaffen immer wieder Sichtverbindungen zwischen den Räumen. Von der Galerie im ersten Obergeschoss fällt der Blick in den großen, zentralen Veranstaltungssaal des Hauses. Gleichzeitig bleiben auch die Workshopbereiche visuell miteinander verbunden. Großformatige Vorhänge ermöglichen es, den Veranstaltungssaal an unterschiedliche Formate anzupassen oder mit den angrenzenden Bereichen zu verbinden. So entsteht ein Gebäude, das nicht vorgibt, wie es genutzt werden muss, sondern Freiraum für neue Ideen schafft – und damit genau das unterstützt, wofür das »Haus für alle« gedacht ist: Begegnung, Austausch und gemeinsames Gestalten.
Weitere Informationen zum Bauprojekt gibt es hier.