Eine Person trägt eine türkisfarbene Tasche mit der Aufschrift Flow Fund
Foto: Benjamin Jenak und lilazwei

Das stärkt die Zivilgesellschaft im Osten

Vor knapp zwei Jahren sind wir mit einer neuen Idee des Förderns gestartet: Was wäre, wenn wir die Macht und Verantwortung, Geld zu vergeben, in die Hände anderer legten? Gemeinsam mit der Kinnings Foundation haben wir dazu den »Flow Fund« ins Leben gerufen. Das Besondere: Nicht wir, die Stiftungen, entscheiden darüber, welche Initiativen, Projekte oder gemeinnützige Organisationen Gelder erhalten, sondern engagierte junge Menschen, die in der Region leben.  

Jetzt hat uns interessiert: Welche Wirkung hatte diese schnelle, flexible und partizipative Art der Förderung? Und welche Rahmenbedingungen waren förderlich? Um darauf Antworten zu bekommen, haben wir ein externes Evaluationsteam mit einer ausführlichen Analyse zum Flow Fund beauftragt. 

Die Evaluation zeigt: Der Flow Fund hat an vielen Stellen einen Unterschied gemacht. Organisationen konnten ihre Angebote weiterführen, die Qualität verbessern oder neue Vorhaben umsetzen. Einige nutzten die Mittel, um sichtbarer zu werden und mehr Menschen zu erreichen. Die Förderung gab den Initiativen mehr finanzielle Sicherheit und dadurch einen größeren Handlungsspielraum. Engagierte berichten zudem, dass sie sich durch die Förderung in ihrer Arbeit bestärkt und wertgeschätzt fühlen.  

Der Bericht macht deutlich: Entscheidend ist nicht allein das Geld. Ebenso wichtig ist, dass die Mittel flexibel eingesetzt werden können und nicht an komplizierte Vorgaben oder Verwaltungsprozesse gebunden sind. Vor allem in ländlichen Regionen und kleineren Städten erwies sich die Förderung physischer Räume, die Begegnung ermöglichen, als wichtig. 

Zur Methode
Für die Analyse befragte das externe Evaluationsteam zwischen April und Juni 2026 Initiativen aus den beiden bisherigen Förderrunden des Flow Fund 2024/2025 und 2025/2026. Zwei Drittel nahmen an einer Onlinebefragung teil, mit 14 wurden zusätzlich vertiefende Interviews geführt. 

Den gesamten Evaluationsbericht lesen Sie hier.

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